Fortschritte

Es tut sich was: Enno baut und baut…die Seereling ist jetzt ein Stück höher, und hat zwei „Türen“ bekommen..der neue Generator wohnt jetzt auf dem Achterdeck, weil der Vorgänger im Maschinenraum den Hitzetod gestorben war…die Schiene der Selbstwendefock haben wir noch mal verstärkt….die Sprayhood hat ein Fenster zum Öffnen bekommen….die neue Radarantenne hängt jetzt kardanisch…die Halterung fürs „neue“ Beiboot musste verbreitert werden…und als absoluter Knüller: wir haben jetzt einen Steuerstuhl…das ewige Stehen hat endlich ein Ende..   Das Schweissgerät ist im Dauereinsatz.  Ich habe im Moment ne „Zwangspause“….hab mir leider letzte Woche eine Rippe gebrochen und hab mich darum ehr aufs Organisatorische gestürzt…

 

Koje fertig

So, unsere schöne große gemütliche Koje ist fertig,es schläft sich super darin, so können wir uns jetzt ausgeschlafen in neue Projekte stürzen…heute haben wir aber erst mal Besuch von Lea und sind darum ehr faul….

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Fortgang der Arbeiten

So langsam sieht man was….heute schlafen wir das erste Mal in unserer neuen Koje, zwar noch provisorisch mit den alten Polstern…aber immerhin…unser Umbau nimmt Gestalt an…

Vorbereitungen

Kurzentschlossen hat Enno angefangen die beiden Vorschiffskabinen in eine große Eignerkabine umzubauen…..erst mal großes Caos weil alles was im vorderen Schiffsteil verstaut war auf den hinteren verteilt werden musste, nun ist das Schiff zwar groß, aber das war doch irgenwie ne schwierige Aufgabe….naja, und dann Tigersäge in Gang gesetzt….das Ergebniss sieht man auf den Bildern……….naja, nun muss „nur“ noch wieder ein neues Bett rein……gestern zum Geburtstag gabs  ein ganz tolles Geschenk von Enno…eine Gopro (actionkamera) für tolle Bilder von unterwegs….

 

Rückreise

Hallo ihr Lieben…….. Wir sind ganz schnell gesegelt……und nun tatsächlich schon wieder hier im Hafen heil angekommen……….. und freuen uns ganz, ganz doll über jeden, der der plötzlichen Einladung folgen kann und mit uns heute Abend im Hafen ein bißchen feiert…Gibt Bier und Grill und viel zu erzählen……… Katrin, Enno, Tiko und Britta und Lola natürlich

 

Hallo !!!!!!!!

Endlich etwas Zeit, und so melde ich mich mal wieder um von der letzten Reiseetappe zu berichten. Wir segeln, und segeln und segeln, und frieren uns mit großen Schritten der Heimat entgegen.., was ist denn das nur wieder für ein Sommer hier?

Anfang Juni haben wir die Azoren verlassen, mit Ziel Falmouth (England).Der Wetterbericht war nicht optimal, aber für die erste Woche ganz in Ordnung. Wir hofften, dass das so weitergehen würde. Es geht bei dieser Überfahrt darum, eine Wettersituation zu erwischen, bei der ein möglichst stabiles Azorenhoch die Tiefdruckgebiete von ihrer Zugrichtung in die Biskaya ablenkt in Richtung Norden, um dann mit den bei solcher Wettersituation herrschenden Westwinden nach England zu segeln. Nach unserer ersten Reisewoche entwickelten sich der Wetterbericht leider nicht so wie erhofft. Ein Tief nach dem nächsten verfolgte uns…und so entschlossen wir uns zu einer Änderung unserer Pläne, und liefen ab Richtung Coruna ( Nordspanien).Auch auf diesem Weg haben wir es nicht so ganz geschafft den Tiefs zu entkommen, und haben 2 mal mehr als genug Wind gehabt. Das Resultat war

eine kaputte Fock (konnten wir aber noch mit Bordnähmaschine unterwegs flicken und hat bis jetzt gehalten) und ein reichlich durchweichtes Schiff. Die Kinder und die Katze sind inzwischen ganz und gar seefest…, trotz fetter Wellen, keine Seekrankheit, Britta hat im dicksten Sturm fröhlich die ganze Kajüte zu einen Höhle für sich und Lola umgebaut…

In einem kleinen Ria in der Nähe von Coruna haben wir erst mal alles getrocknet und sind dann zur nächsten Etappe über die Biskaya gestartet. Die gefürchtete Biskaya haben wir wie auf der Hinreise schon ruhig und bei gutem Wetter erlebt. Wir haben noch (ein letztes Mal wohl) tolle Tiere beobachtet: Pilotwale, Haie, Orcas, Mondfische und viele,viele Delfine.Wind hatten wir ehr zu wenig und mussten oft die Maschine bemühen. Auf der Kanalinsel Aderney machten wir einen kurzen Zwischenstopp, eimal ausschlafen, Brot und Obst kaufen (und die kleinste und teuerste und schlechtetste Portion Pommes unseres Lebens)…dann gings weiter, durch den engl. Kanal bis in die Nordsee nach Scheveningen (Holland).Unterwegs wurden wir noch vom französischen Zoll „belästigt“ ,5 Leute enterten nach Piratenart unser Schiff um es geschlagene 2 Stunden nach Drogen oder weiß der Himmel was noch zu durchsuchen ….haben aber nix gefunden und sind dann wieder von dannen gezogen.

Seit Scheveningen weht der Wind leider mal wieder genau von vorn. Die letzten 2 Tage haben wir uns kreuzenderweise noch bis hier ( Insel Vlieland, Holland) vorgekämpft, das war aber ziemlich anstrengend, und so machen wir jetzt erst mal eine Pause hier im holländischen Wattenmeer. Wir fallen gerade „trocken“, und wollen mal sehen ob wir ein bißchen am Unterwasserschiff arbeiten können.Enno ist mit dem Beiboot los, Heringe jagen, ich hoffe er kommt nicht mit 500 Stück zurück Da für mindestens noch eine weitere Woche Ostwind gemeldet wird, wird sich unsere Rückreise noch etwas hinziehen.Wir hoffen noch rechtzeitig zu Brittas Geburtstag ( 13. Juli) in Kiel anzukommen.

Wir grüßen euch alle herzlich und freuen uns schon sehr auf ein Wiedersehen mit euch..

Katrin, Enno, Tiko, Britta und Lola…..(letztere überigens tatsächlich schwanger…wird immer dicker…also falls jemand eine echte spanisch-azorianische Seekatze gebrauchen kann…Anfang August wird sie geboren!)

Sao Miguel Horta

Hallo ihr Alle, So langsam neigt sich unsere Reise dem Ende zu. Wir sind auf Failal im Hafen Horta und genießen das weltberühmte „internationale Flair“ hier. Yachten , vor allem auf dem Rückweg aus der Karibik machen hier Station und es herrscht ein reges Treiben. Sogar viele Kinder sind hier ,und so haben Tiko und Britta endlich mal ordentlich Freunde zum Spielen. Wir sind noch etwa eine Woche hier, dann starten wir zu unserer letzten großen Etappe, nach England. Die letzte Insel, die wir intensiv besucht haben, war Sao Miguel. Nach so vielen Inselerkundigungen im letzten Jahr, haben wir nicht erwartet noch so richtig viel Neues zu sehen zu bekommen. Aber Sao Miguel war doch etwas ganz Besonderes. Wir haben viele schöne Fotos gemacht und ich schicke euch mal ein paar. Wir waren schwer beeindruckt von den Wäldern dort. Riesige Baumfarne und ein undurchdringliches grünes Dickicht. Wir hätten uns nicht gewundert, wäre ein Dinosaurier um die Ecke geschlappt…es sah aus wie der Jurassic Park. Das Klima hier ist sehr feucht , es regnet oft . In den Häusern kämpfen die Azorianer mit Hilfe von Entfeuchtungsanlagen gegen die Schimmelgefahr. Der Natur kommt so ein Klima zu Gute. Auf Sao Miguel gibt es , das fanden wir schwer beeindruckend, überall sogenannte vulkanische Phänomäne. Das Magma dringt so weit zur Erdoberfläche vor, dass manche Stellen so heiß werden, dass das Wasser auf ihnen kocht. Stinkende Schwefelgase treten aus…alles sehr gruselig. Im Meer gibt es Stellen die erwärmt werden und man kann sehr kuschelig darin baden. Wir haben unter einem 40°C warmen Wasserfall geduscht .An einer Stelle gibt es in der Erde Kochtöpfe in denen man sein Mittagessen köcheln kann…! Am letzten Wochenende konnten wir dort noch das größte religöse Fest der Azorianer verfolgen. In einer 4stdigen Prozession wurde die Santo Christo Statue durch die Straßen der Stadt getragen. Die Stadt war geschmückt, die Kirche hell erleuchtet, alle stunde ein Feuerwerk und alle Menschen die ganze Nacht am feiern. So , das wars erst mal für heute…die gesellschaftlichen Pflichten rufen…wir melden uns wieder aus England

Sao-Miguel-I Sao-Miguel-II

Azoren

Hallo ihr Lieben zu Hause,

also ihr werdet´s nicht glauben…aber hier ist heute ein derartiges Sauwetter, daß ich mir vorkomme wie in Stickenhörn.. Es ist eisig kalt..wir haben den Ofen angemacht, es regnet und stürmt. Bin froh, daß wir heute nicht segeln. Britta hat bei ihren beiden neuen Freundinnen übernachtet…wir sind dort heute abend zum Geburtstag eingeladen, im Ofen backen ein paar Brötchen zum Mitnehmen auf die Geburtstagsparty…Alles ist wie zu Hause.

Sind hier inzwischen irgendwie ins Alltagsleben integriert..man könnte eigentlich hier bleiben.

Es ist sehr ländlich und sittlich hier. Alles grün und voller Kühe. Sehr familiär , freundlich die Menschen. Viele Kirchen,die am Sonntag gut besucht werden, bestimmen das Bild der Insel.

So, heute ist schon Samstag ,bin gestern nicht mehr zum Weiterschreiben gekommen. Die Sonne scheint wieder, kein Ofen mehr nötig. Viel Wind haben wir immer noch, sieht nicht so aus als ob wir wie geplant am Montag weiterkönnen.

Die Familie bei der wir gestern Abend Geburtstag gefeiert haben, hat hier eine Tauchbasis auf der Insel. 30sm entfernt von hier ist ein bekanntes Tauchgebiet. Eine der durch Vulkanismus entstandenen Inseln hat es nur bis knapp zur Wasseroberfläche geschafft . Für kaum mehr als einen Leuchtturm bietet die” Insel”keinen Platz. Die Unterwasserwelt drumherum ist um so spektakulärer. Wir haben einen Film angeschaut, den die beiden bei ihrer Arbeit gedreht haben. Hat uns schwer beeindruckt. Riesige Mondfische (3m im Durchmesser), riesige Fischschwärme, Wale und Delfine,

verschiedenste Qualen, Schwärme!!!!von bis zu 70 Mantas, sonderbare Fische aus der Tiefsee, die gelegentlich auch nach oben schwimmen, und am allerbeeindruckensten: Walhaie.

Die Tiere sind riesig..12m…haben weiße Punkte und sind begleitet von vielen kleinen gestreiften Pilotfischen. Wunderschön…also ich finde..Tauchen hat auch was…

Viele liebe Grüße von uns 4en…Santa-Maria

 

Santa Maria

Hallo Ihr Lieben,

das ging ja schneller als vorgesehen….auf unserer Tour nach Porto Santo haben wir uns kurzentschlossen umentschieden und sind direkt weiter zu den Azoren gesegelt. Das Wetter war nicht so ganz gut vorhergesagt, und vor Allem sollte die Welle nicht wie üblich aus Norden sondern aus Nordwesten (was ziemlich genau gegenan gewesen wäre )kommen. Da wir dann unterwegs feststellten, daß die Welle entgegen der Vorhersage wunderbar aus Norden wellte…sind wir losgesegelt. Lief auch super, in der dritten Nacht hatten wir ziemlich viel Wind (so um und bei 7), das wußten wir aber vorher, waren drauf eingestellt, haben rechtzeitig gerefft, und so sind wir wunderbar nach 4 Tagen (500sm) hier morgens eingelaufen. Die Insel Santa Maria ist ziemlich klein (90m²)(5000Einwohner) und sehr ruhig.Wir haben noch nicht viel gesehen, so schicke ich euch erst mal ein paar Bilder noch aus Madeira und von dem tollen botanischen Garten in Funchal. Auf unserer Überfahrt haben wir wieder tolle „neue“ Tiere beobachten können.Endlich, endlich ein fliegender Fisch!!!! Er lag morgens an Deck und schmeckte- nachdem wir ihn geknipst hatten- unserer Katze vorzüglich.Der tolle Riesenseestern vom Foto hing an Ennos Angel. Unterwegs fielen uns kleine weiße Pünktchen auf , die im Atlantik herumschwammen, mit dem Kescher eingefangen entpuppten sich die „weißen Punkte“ als 1-2 cm große Schwimmschnecken,die einemTintenfisch ähnlich große Mengen blauer Farbe absonderten. Sie haben einen schaumigen Schwimmkörper, die eigentliche Schnecke(sieht aus wie die kleinen Gartenschnecken bei uns,mit Häuschen) hängt darunter. Sie treiben über den Ozean und ernähren sich ( so erzählte mir eine Frau, die wir hier kennenlernten)von den kleinen Vellela-Vellelas (Quallen). Naja, daß muß ich unbedingt noch mal nachlesen, wenn ich mal wieder Internet habe. Hier im Hafen haben wir gestern auch ein dolles Tier gesehen…ein riesige (25cm) lange Schwimmschnecke.Habe ich ?ne ganze Zeit beobachten können…Schnecken sind ja nicht so wahnsinnig schnell….ohne Haus, braun mit großen Flügeln und konnte richtig schwimmen.(nicht nur treiben wie die Kleinen auf dem Atlantik meine ich). Hier auf den Azoren werden wir noch einige Zeit bleiben, bis wir dann Ende Mai/Anfang Juni wieder Richtung England weitersegeln. So und bevor ich mich jetzt noch lang und breit darüber auslasse wer von uns das wie findet, und wer lieber wohin segeln würde…. mach ich mal Schluß für heute…..

Viele liebe Grüße Katrin , Enno, Tiko und Britta

Madeira Madeirarundbrief

Agadir

Hallo Ihr Lieben zu Hause…., Da melden wir uns mal wieder von unserer Segeltour. Die letzte sehr spannende Etappe war unser Marokkoaufenthalt. Nach 3 Tagen und eisekalten Nächten auf dem Atlantik erreichten wir abends um 21 Uhr Agadir. Die Überfahrt war ziemlich problemlos. Wir konnten Agadir fast anliegen und hatten auch die ganze Zeit über genug Wind. Am letzten Tag hatten wir morgens sehr dichten Nebel. Das war, da wir kein Radar oder AIS an Bord haben etwas unheimlich. Schon einige Meilen vor der Afrikanischen Küste schlug uns superwarme schwüle Luft entgegen und Agadir empfing uns mit 35°C ! Agadir hat eine riesengroße Hafenanlage mit mehreren Fischerhäfen, Industriehäfen, und ganz am Ende in dem unendlichen Lichtermeer einen kleinen Yachthafen. War nicht so ganz einfach zu finden. Vom Wasser aus sind die richtungsweisenden Seezeichen zwischen den blinkenden Reklametafeln kaum auszumachen. Also ehrlich gesagt, ohne unsere elektronische Seekarte wäre es wohl schwer geworden…Obwohl es ja beim Einlaufen schon Abend war, mußten wir noch vollständig einklarieren. Vom Hafenmeister über Zollbeamte, diverse Polizisten…alle kamen an Bord und füllten endlose Formulare aus, und kontrollierten unsere Papiere. Sie waren sehr nett, trotzdem waren wir dann froh, als der Letze das Schiff verlassen hatte und wir endlich unsere müden Häupter in die Kojen betten konnten. In Agadir ist das Leben zwar für afrikanische Verhältnisse sehr europäisch, für uns war es aber dann doch recht fremd und gewöhnungsbedürftig. Einer unseren ersten Ausflüge hat uns in den Souk von Agadir geführt. Ein Souk, ich nehme an die meisten wissen das, ist ein arabischer Markt auf dem man von der Tomate, über Gewürze, lebendigen Hühnern, Gameboys und Altkeidern, arabischen Djellabas bis zu Möbeln eigentlich alles kaufen kann. Sogar ein Chamäleon wurde uns wortreich angeboten. Mit Garantie!!!(dem Allroundwerbespruch aller Händler im Souk). Es sollte nur 4 € kosten. Die Kinder hätten das niedliche Tier gerne gehabt, wir konnten sie mühsam mit Hinweis auf unser dauernd hungrige Bordkatze vom Erwerb desselben abhalten. Außerdem erwiesen sich unsere Befürchtungen, daß so ein Chamäleon sicher artgeschützt und schwer zu halten ist auch noch als richtig. Na, das hätte ja schöne Komplikationen gegeben. Eine weitere “Sehenswürdigkeit” in Agadir ist der Fischereihafen mit seiner Auktionshalle. Steht man früh genug am Morgen auf, kann man den Fischern beim Entladen ihrer Schiffe und dem anschließenden Verkauf in der Auktionshalle zuschauen. Unglaublich !! So viele Menschen, so viele Fische, der Geruch und der Lärm, es ist unbeschreiblich. Auf unserer “Autotour” durch Marokko gab es auch noch viel zu entdecken. Marokko haben wir entgegen unseren Erwartungen als sehr grün und blühend erlebt. Überall bunte Blumen, das fanden wir toll. Die Menschen waren überall damit beschäftigt das grüne Gras als Viehfutter abzuernten und in riesigen Haufen mal auf dem Kopf, mal auf dem Esel nach Hause zu transportieren. “Ennos abenteuerliche Exkursionsreisen” (die wundersamerweise bisher alle Mietwagen folgenlos überstanden haben) führten uns diese Mal auf unwegsamen Pisten in die Berge des Antiatlas. In einem abgelegenen Dorf wurden wir von der Dorfbevölkerung zu Kaffee und Keksen (Wiederstand zwecklos) sowie einer Besichtigung des Dorfes und der Dorfschule eingeladen. Trotz etwas erschwerter Kommunikation (unser Arabisch ist nicht so toll) hatten wir einen netten Nachmittag und durften ganz besondere Einblicke in das Alltagsleben der ganz normalen marokkanischen Bevölkerung genießen. Die Häuser in dem Dorf waren zum Teil über 1000 Jahre alt und man hatte ein bißchen das Gefühl ins Mittelalter versetzt worden zu sein. Inzwischen sind wir nun schon wieder eine Etappe weiter: Seit einer guten Woche ankern wir vor Madeira. Hier ist es doch schon wieder erheblich kühler..Unsere obligatorische Mietautotour haben wir hinter uns. Madeira gehörte schon immer zu meinen Wunschurlaubszielen und ich muß finden, daß es hier wirklich schön ist. Die Berge noch schroffer als auf den Kanaren, aber so wunderbar grün! Üppige Vegetation wie bei uns im Hochsommer. Und überall blühen die tollsten Blumen. Die Menschen hier haben ein sehr beeindruckendes Bewässerungssystem geschaffen. Die Levadas (offene Wasserrinnen) durchziehen die ganze Insel und man kann sehr schön daran entlang wandern. In den nächsten Tagen wollen wir noch mal nach Funchal in den Hafen verholen. Wir müssen Wasser bunkern und an den Strom. Leider ist vor ein paar Tagen unser Generator kaputtgegangen. Das schränkt unsere Möglichkeiten elektrische Geräte zu benutzen erheblich ein. Ich hoffe, daß wir in Funchal mal wieder die Möglichkeit ins Internet zu gehen haben werden, damit ich meine Reisemail abschicken kann. Hier in Carnical habe ich tatsächlich absolut und überhaupt keine Anbindung gehabt. Von Funchal aus segeln wir weiter nach Porto Santo und werden dort auf gutes Wetter für unsere Überfahrt zu den Azoren warten. Tja, was gibts sonst noch zu erzählen ? Eigentlich nichts…der Katze gehts wieder gut..Bein ist wieder heil, Ostereier sind alle gefunden und zum größten Teil schon wieder aufgefuttert… Hoffe bei Euch zu Hause ist auch alles gesund und munter… Viele liebe Grüße von uns allen Katrin

Agadir autos-marroko-eins Marokko

Fuerteventura

Salam Aleikum,

Ja, ja , man staune ,wir sind tatsächlich in Marokko angekommen… 2 Wochen waren wir noch auf Fuerteventura. Auch diese letzte Kanareninsel hat uns gut gefallen. Wunderschöne Strände , weißer Sand und türkisfarbenes Wasser sind die Hauptattraktion. Mit dem Auto unterwegs, lassen sich auch noch ein paar (fast) einsame Strände entdecken, und die spektakulärste, weil größte Höhle haben wir auch auf Fuerte gesehen. Meinen Geburtstag habe ich dann auf dem Weg nach Lanzarote auf dem Atlantik gefeiert. Bei sehr wenig Wind haben wir fast 4 Tage bis dort gebraucht, und waren dann froh in Arrecife anzukommen. Dort haben wir eine sehr nette Familie (Heimathafen Norderney) kennen gelernt. Tiko und Britta waren hocherfreut….ein Kind an Bord…..endlich mal wieder jemand zum Spielen. 2 Tage hatten die Kinder mit Marisol auf der Skateboardbahn und vorm PC ihren Spaß und auch wir Erwachsenen haben uns gefreut mal wieder mit anderen Menschen zusammenzukommen, dann stand der Wind günstig und wir haben uns schweren Herzens entschieden, die Reise nach Afrika anzutreten. Das man immer dann, wenn man gerade jemanden in sein Herz geschlossen hat, weiterziehen muß, fällt uns, und noch mehr den Kindern, nicht immer so ganz leicht. So viele nette Menschen sind uns oft viel zu flüchtig begegnet. Unsere Entscheidung jedenfalls hat sich als Richtig herausgestellt…wir hatten einen problemlosen Törn hierher nach Marokko und waren sogar einen halben Tag früher als berechnet hier in Agadir. Da war es gerade 9 Uhr am Abend. In den Nächten auf dem Atlantik haben wir ziemlich gefroren, und so einige Meilen vor der Küste empfing uns Afrika mit heißem Wüstenwind. Eine Hülle nach der nächsten fiel…trotzdem noch viel zu warm…wir waren entzückt. Das Einlaufen in den riesigen Hafen war nicht so ganz einfach…wir haben in dem bunten Lichtermeer ziemlich gesucht nach den richtigen uns den Weg weisenden Leuchtfeuern…alles war so schön bunt…. (wieder einmal) erwies sich die moderne Technik mit elektronischer Navigation als äußerst hilfreich. Das Einchecken ging problemlos vonstatten : einige Beamte (übrigens höchst höfliche) kamen an Bord , kontrollierten alle Papiere ,schrieben alles auf, machten Späßchen mit den Kindern und verschwanden wieder…und wurden bislang auch nicht wieder gesehen. Also wir waren höchst positiv überrascht, alles ganz unkompliziert. Ein bisschen umgesehen haben wir uns inzwischen auch. Das Leben in einem arabischen Land unterscheidet sich ja doch sehr von dem unseren, und so haben wir und vor allem die Kinder gestaunt beim Besuch des hiesigen Fischereihafens und im Souk ( Markt) . das aushandeln von angemessenen Preisen gelingt uns nicht immer wirklich gut. Aber einen Einkaufsroller mit Obst und Gemüse haben wir doch schon „erjagt“. Am liebsten würden wir noch ein Auto mieten und noch mal so richtig in 1000 und einer Nacht eintauchen…hier in Agadir ist es ziemlich modern ….mal sehen… Ansonsten geht es uns gut, wir grüßen euch alle herzlich und melden uns dann das nächste Mal wahrscheinlich von Madeira… Katrin, Enno, Britta und Tiko

Fuerteventura