San Vicente de la Baquera

            

Hallo ihr Lieben,

Wir melden uns aus San Vicente de la Barquera in Cantabrien….

Gibt viele schöne Orte auf der Welt…dieser gehört sicher zu den besonders schönen, finden wir…

Schon der Name ist doch wohl Klasse ???

Es gibt einen kleinen Hafen (für uns zu klein) in einer wunderbar geschützten Bucht…

Wir liegen auf einer Sandbank trocken und können so bei Ebbe die kleinen Macken am Rumpf,

die der “Unfall” auf der Steinmauer hinterlassen hat reparieren….die Wäsche flattert im Wind.

Das Wetter ist richtig schön…es ist abends um 8 ….und ich sitze mit Bikini im Cockpit….so hatten wir das gebucht.

Gestern und heute haben wir schon mal erste Erkundungsspaziergänge gemacht,

und einen hübschen kleinen Ort mit mittelalterlichem Castell und traumhafter Kirche bewundert,

die Besichtigung aber erst mal noch verschoben…Die Strände sind atemberaubend ….endlos lange weiße Sandstände mit Felsen in allen Größen garniert, mit wunderbaren Wellen, die Wellenreiter aus aller Welt anlocken…mit Surfschulen…mit natürlichen Badewannen…und als Bonbon im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel der Picos de Europa…also wem das nicht gefällt…?

Auch die ganze Region Cantabrien verspricht noch viele schöne Ausflugsziele auf die wir uns freuen : außer in Altamira gibt´s noch mehr Höhlen mit Steinzeitkunst zu bewundern…In den Hügelregionen vor den wirklichen hohen Bergen soll´s supergut erhaltene mittelalterliche Dörfer geben…unbedingt möchten wir auch ein Stück des Jacobsweges bewandern…wir freuen uns sehr auf die nächste Zeit…

Viele liebe Grüße von Enno und Katrin

Altamira

Sind heute mit unseren kleinen Klapprädern bis nach Altamira gefahren und haben die
weltberühmte Höhle mit den Zeichnungen der Steinzeit menschen bestaunt… sind beide völlig ko vom Moutainbiken mit Minirad…lG K&E

Suances

Ein herzliches Hallo an euch alle…

 

So langsam fällt der Streß von uns ab, und ich habe mal die Muße über die letzte Zeit nachzudenken und zu berichten….vielen Dank an alle, die ihr Versprechen wahr gemacht haben, und sich mal gemeldet, und ein Lebenszeichen von zu Hause geschickt haben. Darüber freuen wir uns sehr…das meiste habe ich in Ermangelung einer Internetverbindung über mein Handy gelesen, wenn ich mal wieder besser ans Internet angebunden bin beantworte ich auch die “Post”.

Die letzte Zeit vor unserer Abreise war anstrengend und für jeden erledigten Punkt auf unserer Liste kamen prompt 2 neue Punkte hinzu. Wir strampelten und strampelten…der 1. Mai rückte näher…naja soweit seid ihr ja alle auf dem Laufenden…

Da wir am 20. Juni allerallerspätestens in Santander sein müssen…dann beginnen die Sommerferien und Britta kommt (jubel jubel freu) mit ihrer Freundin um mit uns hier die Sommerferien zu verleben…hatten wir nun leider immer noch ganz schön die Zeit im Nacken.

Und den engl. Kanal und die Biskaya , die beide nicht als einfache und wetterverwöhnte Seegebiete bekannt sind, vor uns. Also weiterhin…Gas geben…Ruhe für Sightseeing und Entspannung hatten wir nicht so wirklich !

Das Wetter…naja…ehrlich gesagt ähnlich schlecht wie beim letzten Mal…viel Wind und meistens von Vorn! An den Seegang und das nächtliche Wache gehen mussten wir uns auch erst mal wieder gewöhnen…aber am schlimmsten war die Kälte…Bei knapp 10°C Wassertemperatur und Lufttemperaturen gegen 0°C in der Nacht war´s echt superanstrengend und eisig kalt…

2 Fleecehosen, Thermounterwäsche, dicke Socken und Kanadaboots, Überlebensanzug obendrüber, Sturmhaube plus Mütze…Handschuhe….So bin ich sonst nur angezogen wenn wir mitten im Winter rausfahren auf die Ostsee zum Fischen…..und trotzdem gefroren wie die berühmten Schneider….

Da freut man sich doppelt wenn die Wache zu Ende geht und die warme Koje mit Wärmflasche auf einen wartet. Wenn´s irgendwie möglich war sind wir sogar mit aufgebauter Kuchenbude und/oder Ofen bzw. Heizung an gesegelt…Bei den Stopps stand neben Müll entsorgen, Wasser bunkern, Schiff wieder aufräumen auch immer die Suche nach Brennholz auf dem Programm.

Natürlich läuft auch nicht immer alles glatt…z.B. ….

kaum 1Stunde von Dieppe entfernt….wir freuten uns nach mehrtägigem Segeln schon auf den Hafen….Enno war unten irgendwas reparieren….frischte der sowieso schon recht kräftige Wind auf….nun ja das hatte er den ganzen Tag immer mal wieder getan…bis zur Hafeneinfahrt wird die “Bö” vorüber sein…dachte ich…leider ging sie nicht vorüber, sondern es wurde mehr und mehr Wind…und dann noch der Strom gekippt und kam jetzt aus der gleichen Richtung wie der Wind…..wir konnten die Höhe nicht mehr halten…das wars erst mal mit dem sicherem Hafen….Auch mit Maschine war kein gegenan mehr möglich…direkt neben der Hafeneinfahrt wird´s flach.,..und stockenduster war´s inzwischen auch schon wieder…also sind wir erst mal beigedreht…nachgedacht…erwogen weiter zu segeln…dann doch noch einen 2. Anlauf gewagt….um dann morgens um 3 Uhr bei inzwischen 8 Windstärken in einem mit kleinen Angelbooten völlig überfüllten Winzhafen einzulaufen…kein Liegeplatz mehr frei…erst mal an der Kaimauer angelegt…da konnten wir bei 6 Meter Tidenhub nicht bleiben…zu Fuß durch den Hafen…anderen Platz gesucht…tatsächlich gefunden..und angelegt… ohne mit unserem “Panzer”eins von den Angelbooten zu versenken…puh…da war´n wir aber fertig…

 

Viel Glück hatten wir mit unserer Biskayaüberfahrt. Nach dem Auslaufen aus L´Aber Ildut einmal Segel gesetzt, eingetrimmt, Selbsteueranlage an und dann in 2 flotten Tagen bei achterlichem Wind mit 3-4 Windstärken in einem schwups ab nach Spanien…das haben wir genossen…endlich wieder Blauwasser unter dem Kiel (äh, Schwert)….und haufenweise Besuch von unseren geliebten Delphinen…

 

Nach Santander als erstem Anlaufpunkt hier an der nordspanischen Küste sind wir ein kleines Stück (~10 sm) weiter nach Westen gesegelt .Eine wunderschöne Küste! Felsen und lange weiße Sandstrände wechseln sich ab, grüne Wiesen ,eine üppige Natur…

Ein Flusslauf schneidet sich hier bei dem Städtchen Suante ins Land. Bei jedem Hochwasser fließt das Wasser der Biskaya ins Land und überschwemmt weitläufig das Tal. Eine schöne Auenlandschaft…ein Vogelparadies. Unmengen von Fischen bevölkern den Fluss…leider kann man nicht erkennen um welche Sorte es sich handelt, da das Wasser so trübe ist, daß man nicht mal die an der Wasseroberfläche schwimmenden( ich befürchte ja, das es sich nur um “Kackamakrelen” handelt) Fische sehen kann…und zu Ennos Leidwesen sind sie bislang auch noch nicht zu überreden gewesen an seine Angel zu beissen.

Wir liegen , so wie wir es am schönsten finden: einsam mitten in der Natur. Die Katze ist begeistert…endlich mal wieder im hohen Gras herumstreifen und Mäuse jagen.

 

 

Der erste Liegeplatz im Fluß erwies sich als nicht so besonders super….mitten in der Nacht (der 3. Nacht wohlgemerkt) war es unserem Anker gelungen sich aus dem Flußbett zu befreien…mit der Folge daß Enno um 4 Uhr morgens vor mir stand mit den Worten: “Draussen regnet es wie Sau…und wir hängen vor der Scheissmauer”das dauerte einen längeren Moment bis mir die Worte klar und ich wach wurde…rein ins Ölzeug…raus in den Regen…ohje…der Anker geslippt…und wir direkt vor der Steinmauer, die wohl hier mal erreichtet wurde damit das Fahrwasser nicht so schnell versandet….erst mal nachdenken jetzt ! ….zum Glück war noch auflaufendes Wasser….Beiboot wieder runter …2. Anker ins Beiboot….lange Leine rausgesucht….2. Anker in die Flussmitte gefahren….und dann ganz langsam und vorsichtig….Schiff von der Steinmauer weg wieder Richtung Flussmitte gewinscht…da waren wir aber froh daß Christine sone robuste Stahljacht ist…keine Schäden zu verzeichnen…bloß der Echolotgeber musste wieder gerade gebogen werden….

Internet gibts hier natürlich keins, aber vielleicht werden wir später mal unsere neu erworbenen Klappräder zusammenbauen und einen Ausflug machen, vielleicht findet sich dann ein Internetcafe und ich kann mal diesen Beitrag bloggen.

Das Wetter , falls es jemanden interessiert….ist nicht viel besser als in Deutschland….würde es als feinstes KielerWocheWetter bezeichnen….Regen, Sonne, Regen, Sonne, viel Wind….

wird schon noch werden….muss mich korrigieren…ist jetzt einen Tag später und es regnet ohne Unterbrechung…der Fahradausflug fällt darum ins Wasser…wir lesen dicke Bücher…Hape Kerkelings “bin dann mal weg” Beschreibung des Jakobsweges habe ich gerade durch…

 

Das nächste Ziel heisst San Vincente de La Barquera….bis dahin verabschiede ich mich erst mal…viele liebe Grüße von Katrin und Enno und Lola

 

Santander

So, das haben wir erst mal geschaft ! Wir hatten eine sehr schöne und entspannte Überfahrt über die Biskaya… und liegen jetzt hier in Santander vor Anker. Uns gehts gut… und wenn wir ein Internet café finden… dann folgen auch ein paar Bilder…vielen Dank für eure vielen Grüsse und guten Wünsche…haben wir gerade sehr amüsiert gelesen…lG Katrin und Enno

Eingelaufen in Aber Ildut

gerade eingelaufen in Aber Ildut (Bretagne) alles gut…kein I-net… nur sehr schwaches Telefon…

So ca 20sm vor Brest…dann ist leider Tide gekippt… wären also im Dunkeln in Camaret angekommen, darum parken erst mal hier…

wir erst mal pennen… wie gehabt…

Wir frieren und heizen übrigens immer noch…

Lieben Gruß von Katrin und Enno

Dieppe

So, da melden wir uns mal wieder…Inzwischen sind wir in Dieppe angekommen..hier waren wir auch auf unserer letzten Reise und vieles erkennen wir wieder

Die Reise hierher war stürmisch….schon direkt nach dem Segelsetzen musste Enno erst mal das Wasser aus seinen Stiefeln schütten…nass bis auf die Unterhose…im 2.Reff und mit kleiner Fock gings erst mal Richtung England…und von dort aus dann mit dem einsetzenden Westwind wieder zurück nach Frankreich…kreuzen quer über den Kanal…unser Plan ging auf und wir rutschten noch im Dunkeln durch die engste Stelle zwischen Dover und Calais. Da wir die Höhe nicht halten konnten, haben wir ein bisschen unseren Motor mitlaufen lassen , der dann so gegen 6 Uhr leider mitten im Kanal sang und klanglos den Dienst versagte…Dieselfilter zu…naja, das war schnell wieder in Ordnung gebracht…dann hatten wir noch kurz vorm Cap Gris-Nez Besuch vom französischen Zoll…die haben es ja wohl auf uns abgesehen…diesmal waren sie aber mit ein paar Fragen nach woher und wohin zufrieden…dann ein paar Stunden Supersegeln bei schönstem Sonnenschein… so gegen 21 Uhr wollten wir hier einlaufen..leider frischte der Wind noch einmal so auf, dass es tatsächlich auf den letzten Metern nicht mehr möglich war die Höhe zu halten…Wind in Böen mit 8 und Strom gegenan…keine Chance… noch mal ablaufen ,  noch mal ein neuer Anlauf…um 3 Uhr morgens waren wir dann tatsächlich fest !

Also nach so viel Seefahrt…brauchten wir dann doch mal etwas Landgang…haben einen schönen Spaziergang durch Dieppe gemacht, schöne Kirchen und mittelalterliche Gassen bewundert…die örtlichen Fischereimethoden studiert ….über das tolle Essen in den Geschäften gestaunt….was man eben so macht als Tourist…

Katze hat sich von der Seekrankheit erholt….Schiff wieder aufgeklart…Reparaturen erledigt..

Morgen früh solls weitergehen….

Wieder los…

Da leider kein besseres Wetter in Sicht ist…werden wir jetzt trotzdem weitersegeln…kleine Segel sind gesetzt..Groß gerefft…alles festgetüddelt…wir warm eingepackt..heißes Wasser in den Thermoskannen…die Katze bekommt noch ne Pille gegen Seekrankheit ..dann gehts los….mal gucken wie weit wir  kommen….

 

Scheweningen

Heute so gegen 11 Uhr sind wir hier in Scheweningen eingelaufen…Wetter ist mit viel Wind von vorn vorhergesagt, und so gönnen wir uns einen Hafentag. Hier waren wir schon mal mit den Kindern…direkt den guten Pommesstand wiedergefunden und beim holländischen Aldi noch mal die Naschievorräte aufgestockt….haben sehr witzige Lakritze gekauft…heißen Woonbootje…mal sehen ob die schmecken…passen zu uns fanden wir…

Heute nacht hat sich  zum ersten mal das neue Radar bewährt….wir hatten dicken Nebel…das wäre ohne ziemlich doof gewesen…                                  

 

 

Norderney

kleiner Zwischenstopp auf meiner Lieblingsinsel…tatsächlich im Sonnenschein auf dem Vorschiff gesessen und noch mal ne Kleinigkeit an der Genua nachgenäht..der Frühling scheint sich so langsam zu nähern…morgen früh noch mal ein Käffchen mit meiner alten Freundin Heike…dann wollen wir weiter…bis bald