mit viel Wind nach Graciosa

Hallo Ihr zu Hause…

Da sind wir wieder mit aktuellen Reisenews:Wir sind im Moment in einem kleinen Hafen auf Graciosa (neben Lanzarote).Hier ist es billig (8 €) ,dafür gibt es aber auch keinen Strom. Unsere Überfahrt hierher war sehr stürmisch. Mal wieder hat das Wetter sich ganz anders entwickelt als die Meteorologen es prophezeit hatten. Das zwar vorhergesagte Tief entwickelte sich zu einem Sturmtief und wir hatten mal wieder 2 Tage richtig Wind. Die 8 Windstärken( in Böen auch gerne mal mehr) türmten den Atlantik zu Wellenbergen von bis zu 10 Metern auf. In den Wellenbergen hätte man locker ein Einfamilienhaus untergebracht. Die Dinger haben uns alle schwer beeindruckt. Ab und zu kam auch mal ein Brecher zu Besuch ins Cockpit. Tagsüber war das Wetter ein echtes Schauspiel, nachts fanden wir es ziemlich anstrengend. Unsere Selbststeueranlage gibt unter solchen Bedingungen auf, wir müssen rund um die Uhr selbst steuern und in stockdunkler Nacht geht einem leicht die Orientierung verloren. Der Kompass schwankt dann furchtbar, und am leichtesten steuert es sich nach den Sternen, aber die sieht man in solchen Sturmnächten meistens auch nicht. Wir sind dann vor dem Sturm unter Top und Takel abgelaufen (mit 5 – 7 Knoten), und nach 2 Tagen waren wir so weit von unserem Kurs abgekommen, schon auf halbem Weg zu den Kanaren, und so haben wir uns entschlossen Madeira aus zu lassen und direkt Kurs auf Lanzarote zu nehmen.Wenn es mal gerade nicht stürmt, und wir segeln nachts, sitzen Tiko und Britta abends mit mir im Cockpit und wir gucken Sterne. Der Sternenhimmel ist auf See ohne störendes Streulicht oft besonders hübsch,und wir haben schon viele Sternschnuppen gesehen.Auf unserer letzten Fahrt ist Enno eine Schildkröte begegnet und gleich danach fliegende Fische. Ich habe zu der Zeit leider geschlafen, darum gibt’s davon kein Foto.

Britta hat in Deutsch 2 Einsen geschrieben, da ist sie sehr stolz drauf und wir haben uns alle mit ihr gefreut. Von Tikos Klassenarbeiten haben wir noch kein Ergebnis ,

hoffentlich sind sie nicht auf dem Postweg verloren gegangen.Über die Winterzeit werden wir hier auf den Kanaren bleiben. Das Wetter ist hier im Moment sehr „schlecht“ (heißt: es regnet gelegentlich und wir haben viel Wind)

Hier im Hafen geht es sehr familiär zu. Er ist sehr klein, alle kennen sich gegenseitig und liegen zum Teil schon lange hier. Vorgestern waren wir von einem australischen Ehepaar eingeladen. Die anderen Gäste kamen aus UK(niemand sagt hier England) , München, Belgien. Das war sehr interessant. Mich hat erstaunt zu erfahren wie unterschiedlich die Beweggründe eine Weltreise zu unternehmen sein können. So für heute erst mal Schluß mit erzählen….das Internetcafe schließt gleich, und ich muß mich beeilen dort noch rechtzeitig hinzu kommen.

Viele liebe Grüße    Katrin, Enno, Tiko , Britta, Felix

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